EnergieRendite ordnet Regulierung, Sanierungspfade und Technologien ein – damit Entscheidungen nachvollziehbar werden.
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Nicht jede Maßnahme passt zu jedem Objekt – aber die Logik bleibt nachvollziehbar.
Die überarbeitete Gebäuderichtlinie der EU setzt den Rahmen: Gebäude sollen bis 2050 emissionsfrei werden. Mitgliedstaaten müssen nationale Renovierungspläne vorlegen. Energieausweise werden verpflichtend und vergleichbarer. Die Richtung ist klar – die Umsetzung erfolgt national.
Quelle: EUR-LexDas deutsche Gebäudeenergiegesetz konkretisiert: Ab 2024 müssen neue Heizungsanlagen mindestens 65% erneuerbare Energien nutzen. Bestehende Anlagen können weiter betrieben werden, bei Austausch gilt die Regel. Übergangsfristen und kommunale Wärmeplanungen bieten Flexibilität. Förderungen unterstützen die Umstellung.
Quelle: Bundesregierung
Bedingungen ändern sich – prüfen Sie immer die Originalquellen.
Deutschland fördert energetische Sanierungen und erneuerbare Heizsysteme über verschiedene Programme. Die wichtigsten Anlaufstellen sind die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle).
Die KfW vergibt Kredite und Zuschüsse für umfassende Sanierungen. Gefördert werden Komplettsanierungen zum Effizienzhaus-Standard oder Einzelmaßnahmen wie Dämmung, Fenster oder Heizungstausch. Die Höhe hängt vom erreichten Effizienzhaus-Niveau ab. Je besser die Energieklasse nach Sanierung, desto höher die Förderung.
Was wird gefördert: Dämmung, Fenster, Heizung, Lüftung, Baubegleitung durch Energieberater
KfW BEG ProgrammDas BAFA fördert gezielt den Austausch alter Heizungen gegen Wärmepumpen, Biomasseheizungen oder Solarthermie-Anlagen. Auch hybride Systeme (z.B. Wärmepumpe + Gaskessel) können gefördert werden. Die Zuschüsse sind direkt, ohne Kredit.
Was wird gefördert: Wärmepumpen, Biomasse, Solarthermie, Heizungsoptimierung
BAFA HeizungsförderungWichtig: Förderbedingungen, Höhe und Kombinierbarkeit ändern sich regelmäßig. Vor Beginn der Maßnahme muss der Antrag gestellt werden. Ein Energieberater kann helfen, die optimale Förderstrategie zu finden. Die hier genannten Informationen sind eine Orientierung – verbindliche Auskünfte geben nur die Förderstellen selbst.
Begriffe, die immer wieder auftauchen – kurz erklärt.
EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden. Die aktuelle Fassung (Recast 2024/1275) verpflichtet Mitgliedstaaten, Renovierungspläne vorzulegen und Energieausweise zu harmonisieren. Ziel: klimaneutrale Gebäude bis 2050.
Deutsches Gesetz, das Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden regelt. Seit 2024 gilt: Neue Heizungen müssen mindestens 65% erneuerbare Energien nutzen. Bestehende Anlagen dürfen weiter betrieben werden.
Dokument, das den Energiebedarf oder -verbrauch eines Gebäudes ausweist. Pflicht bei Verkauf und Vermietung. Zeigt Energieeffizienzklasse (A+ bis H) und Primärenergiebedarf. Macht Gebäude vergleichbar.
Einstufung von Gebäuden nach Energieverbrauch (A+ = sehr effizient, H = sehr ineffizient). Basiert auf Primärenergiebedarf. Wird im Energieausweis angegeben und beeinflusst zunehmend Marktwert und Vermarktbarkeit.
Heizsystem, das Umweltwärme (Luft, Erdreich, Wasser) nutzt und mit elektrischer Energie auf Heiztemperatur bringt. Effizienz wird in Jahresarbeitszahl (JAZ) gemessen. Je höher die JAZ, desto effizienter.
Technik zur Stromerzeugung aus Sonnenlicht. PV-Anlagen auf Dächern können Eigenverbrauch decken, Überschüsse ins Netz einspeisen. Wirtschaftlich am interessantesten ist der Eigenverbrauch, da Netzstrom teurer ist.
Kennzahl für Wärmepumpen. Gibt an, wie viel Wärmeenergie pro eingesetzter Einheit Strom erzeugt wird. JAZ 4 bedeutet: 1 kWh Strom erzeugt 4 kWh Wärme. Höhere JAZ = effizienter.
Marktbegriff für Preisabschläge bei energetisch ineffizienten Gebäuden. Studien zeigen: Objekte mit schlechter Energieeffizienz erzielen niedrigere Preise oder sind schwerer vermietbar. Effekt variiert je nach Markt und Lage.
Temperatur des Heizwassers, das vom Kessel/Wärmepumpe zu den Heizkörpern fließt. Wärmepumpen arbeiten effizienter bei niedrigen Vorlauftemperaturen (30-40°C). Fußbodenheizungen brauchen niedrigere Temperaturen als alte Heizkörper.
Förderprogramm für energetische Sanierungen in Deutschland. Vergibt Zuschüsse und Kredite für Dämmung, Fenster, Heizung, Lüftung. Höhe abhängig vom erreichten Effizienzhaus-Standard.
Staatliche Förderbank. Vergibt im Rahmen der BEG Kredite und Zuschüsse für energetische Sanierungen und Neubauten. Programme richten sich an Eigentümer, Vermieter und Unternehmen.
Behörde, die Zuschüsse für erneuerbare Heizsysteme vergibt (Wärmepumpen, Biomasse, Solarthermie). Förderung ohne Kredit, direkt als Zuschuss. Antrag vor Beginn der Maßnahme stellen.
Individueller Sanierungsfahrplan: Dokument, das von Energieberatern erstellt wird. Zeigt schrittweise Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz. Wird extra gefördert und erhöht Fördersätze für Einzelmaßnahmen.
Abgabe auf fossile Brennstoffe (Gas, Öl) basierend auf CO₂-Ausstoß. Steigt bis 2026 schrittweise. Macht fossile Heizungen teurer im Betrieb. Ziel: Anreiz für erneuerbare Energien schaffen.
PV-Strom, der direkt im Gebäude genutzt wird, statt ins Netz eingespeist zu werden. Wirtschaftlich attraktiv, da selbst erzeugter Strom günstiger ist als Netzstrom. Erhöhung durch Speicher oder smarte Steuerung möglich.
Vertiefende Analysen zu Regulierung, Markt und Technologie.
Die überarbeitete Gebäuderichtlinie der EU definiert den Kurs bis 2050. Was bedeutet das konkret für Deutschland? Welche Fristen gelten? Und wo gibt es Spielräume?
Zur AnalyseSeit 2024 müssen neue Heizungen 65% erneuerbare Energien nutzen. Aber was heißt das für Bestandsgebäude? Welche Optionen gibt es? Und wie funktionieren Übergangsfristen?
Zur AnalyseEffiziente Gebäude erzielen höhere Preise – ineffiziente niedrigere. Das ist messbar, aber nicht universal. Warum hängen die Effekte von Lage, Objekttyp und Marktphase ab?
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